Teilchenbeschleuniger

Teilchenbeschleuniger

Der Teilchenbeschleuniger generiert den für Behandlung und Forschung notwendigen Teilchenstrahl. Der Beschleuniger, eine komplexe Anlage, besteht aus über 1.000 Komponenten, die von über 230 Herstellern aus 22 verschiedenen Ländern bezogen werden.

Bei MedAustron kommen Protonen oder Kohlenstoffionen zum Einsatz, die von drei Ionenquellen generiert werden. Diese geladenen Teilchen werden zuerst im sog. Linac (für Linear Accelerator, also Linearbeschleuniger) auf gerader Strecke durch elektrische Wechselfelder beschleunigt und anschließend in das Synchrotron injiziert.

Im Synchrotron, einem Kreisbeschleuniger mit einem Umfang von rund 80 Metern, werden die Teilchen weiter auf ihre Endgeschwindigkeit  –  ca. 2/3 der Lichtgeschwindigkeit oder ca. 200.000 km/s – beschleunigt.

Von dort gelangt er über die sog. Extraktionslinie in einen der  Bestrahlungsräume. Der Teilchenstrahl wird dabei stets von starken Magnetfeldern in Vakuumröhren geführt, zur Erzeugung des Magnetfelds werden insgesamt rund 300 Magneten eingesetzt.

Der MedAustron Teilchenbeschleuniger wurde in enger Kooperation mit dem CERN entwickelt.