»World Forum on Particle Therapy«: MedAustron als Wegbereiter der Ionentherapie für die kommenden Jahrzehnte

Auf Initiative von MedAustron und in Kollaboration mit dem MD Anderson Cancer Center (USA) werden Anfang September die weltweit führenden Köpfe der Ionentherapie auf Schloss Grafenegg zusammenkommen, um beim »World Forum on Particle Therapy« gemeinsam die notwendigen Strategien für die Weiterentwicklung der Therapieform in den kommenden Jahren zu entwickeln. 

Die Krebs-Indikationen für Ionentherapie expandieren, die Technologie entwickelt sich rapide – aber nach wie vor ist die Zahl an Zentren für Ionentherapie weltweit überschaubar. Umso wichtiger ist es, für rasche Fortschritte in der Weiterentwicklung der Therapie eine gemeinsame Vision und dasselbe Ziel zu haben. Genau darum geht es vom 30. August bis zum 02. September, wenn etwa 50 Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt erörtern werden, welchen Beitrag die Ionentherapie künftig in der Heilung von Krebspatienten leisten kann und soll, wo Forschungsschwerpunkte gesetzt und welche Herausforderungen gemeistert werden müssen. MedAustron gelingt es mit diesem Format erstmals, einen völlig neuen Weg einzuschlagen, denn existierende Konferenzen ermöglichen eine solche Auseinandersetzung bisher nicht. 

Inhaltlich widmet sich das Forum sechs Themen-Schwerpunkten: 1. die aktuellen Herausforderungen der Ionentherapie, 2. die erforderlichen Entwicklungsschritte aus technologischer und radiobiologischer Sicht, 3. die Ionentherapie in Kombination mit systemischer oder Immuntherapie, 4. die notwendigen klinischen Studien für verbesserte Evidenz, 5. die Zusammenarbeit von Ionentherapie und konventioneller Strahlentherapie sowie 6. die Sicht der Industrie. Zu jedem dieser Schwerpunkte erörtert  eine Gruppe der Experten definierte Fragen, das gesamte Plenum kann sich jeweils in die Diskussion einbringen. Die Ergebnisse dieser thematischen Sessions werden am Ende in einem White Paper zusammengefasst und veröffentlicht. 

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitnersprach bei der Pressekonferenz davon, dass Wissenschaft und Forschung die Zukunftsthemen unserer Zeit seien, auf die das Land Niederösterreich einen starken Fokus setzt. Sie betonte weiter: »MedAustron ist ein Leuchtturm unserer Wissenschaftslandschaft, auf den wir besonders stolz sind. Dass es MedAustron nun gelungen ist, die Leiter der wichtigsten Zentren beim ‚World Forum on Particle Therapy‘ zu versammeln und nach Niederösterreich zu holen, ist ein schöner Erfolg. Denn wir wissen: um die Ionentherapie  weiterzuentwickeln, muss die Forschung vorangetrieben werden und vor allem internationale Vernetzung stattfinden. Wenn man Kräfte bündelt, einzelne Stärken nützt und eine gemeinsame Vision hat, kann man schneller mehr erreichen.«

Ganz ähnlich beurteilte der MedAustron Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Schneebergerdie bevorstehende Veranstaltung: »Niederösterreich wird mit dem ‚World Forum on Particle Therapy‘ der Ort, wo die Zukunft der Ionentherapie gedacht und entwickelt wird. Schon von Beginn an war MedAustron auch als Zentrum für Wissenschaft und Forschung konzipiert, einerseits durch die externen Forschergruppen der Universitäten, andererseits durch die klinische Forschung. MedAustron nimmt nun mit der Veranstaltung eine Vorreiterrolle in der Ionentherapie ein und die Erkenntnisse daraus werden schlussendlich den an Krebs leidenden Menschen zu Gute kommen.«

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertreten die wichtigsten Ionentherapiezentren in Europa, Asien und den USA, entsprechende Forschungszentren, Organisationen sowie auch heimische Partnerinstitutionen. Mit dem US-amerikanischen Krebsbehandlungszentrum MD Anderson ist beim »World Forum on Particle Therapy« zudem ein Partner mit an Bord, der als führendes Institut nicht nur über jahrzehntelange Erfahrung in der Behandlung von Krebspatienten verfügt, sondern mit einer Fülle an klinischen Studien auch einen maßgeblichen wissenschaftlichen Beitrag zur Verbesserung der verschiedensten Therapieformen leistet. 

Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Eugen B. Hugerklärte die Beweggründe für die Veranstaltung: »Der hohe Zuspruch, den die Ankündigung des ‚World Forum on Particle Therapy‘ in der Fachwelt erfahren hat, beweist uns, dass es höchste Zeit ist, sich mit strategischen Fragen zur Ionentherapie auf globaler Ebene auseinanderzusetzen. Zwar gilt die Ionentherapie mittlerweile als etabliert, aber schon allein durch ihr geringe Verfügbarkeit im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie kann sie dem Anspruch der evidenzbasierten Medizin manchmal schwer genügen. Wir müssen deshalb gemeinsam neue Lösungen finden und definieren, worauf wir den Fokus in der Forschung in den kommenden Jahren richten wollen.«

 

Bild © MedAustron:

MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schneeberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Eugen B. Hug, Ärztlicher Direktor MedAustron und Geschäftsführer Alfred Zens bei der heutigen Pressekonferenz bei MedAustron.