Shamrock-Club tage bei MedAustron

Seit 2015 besteht der sogenannte European Ion Therapy Operations Club (EITOC), eine Inititative der vier europäischen Synchrotron-basierten Ionentherapie Zentren CNAO, HIT, MIT und MedAustron. Die Idee dazu entstammt dem gemeinsamen Wunsch nach gezieltem Erfahrungsaustausch über den technischen Betrieb und die Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Instandhaltung und Dienstleistungen. Die dritte Zusammenkunft des EITOC fand von 20. – 21. Januar 2017 in Wiener Neustadt statt. Alle Zentren haben im vergangen Jahr bedeutende Fortschritte gemacht: So verzeichnete das seit 2009 betriebene HIT einen Anstieg der Anzahl behandelter Patienten und konnte im letzten Jahr zusätzliche Winkelsetzungen der Kohlenstoffionen-Gantry in Betrieb nehmen. CNAO zeigte sich erfreut, dass die Ionentherapie ins Reglement der italienischen Sozialversicherungen aufgenommen wurde und dem MIT gelang es ebenfalls, seine Patientenzahl anzuheben. Bei MedAustron konnte im Dezember 2016 der Patientenbetrieb mit Protonen im ersten der drei Behandlungsräume aufgenommen werden.

Die Zusammenkunft thematisierte auch technische Fehlerquellen, Qualitätssicherung für den Ionenstrahl, gemeinsame Ersatzteil-Richtlinien und Synergien im Einkauf. Das Treffen, das auch als „Shamrock Club“ (vierblättriges Kleeblatt) bekannt ist, untermauert nicht nur die enge länderübergreifende Zusammenarbeit der Zentren, sondern charakterisiert auch ein Symbol der Hoffnung für Krebspatienten. Nach zwei wertvollen Tagen des Wissensaustauschs in Wiener Neustadt, kommt es zu einem Wiedersehen auf der diesjährigen IPAC (International Particle Accelerator Conference) in Kopenhagen. Bisherige Meetings fanden bereits im Rahmen jährlicher IPACs (2015 in Heidelberg und 2016 in Busan) statt.

Fotocredit: 3. EITOC Meeting bei MedAustron: Fadmar Osmic (MedAustron), Andreas Peters (HIT), Uwe Scheeler (MIT), Giuseppe Venchi (CNAO), Matthias Kronberger (MedAustron)