FORSCHUNG

forschung

 

Neben der Behandlung von Patienten in klinischen Studien bietet die Beschleunigeranlage von MedAustron auch die Möglichkeit, Forschung in nichtklinischen Bereichen zu betreiben. Zum einen werden Forschungsthemen bearbeitet, die näher an der medizinischen Anwendung beim Patienten stehen, d. h. translationale Forschung. Dazu gehören grundlegende Untersuchungen der physikalischen und biologischen Wechselwirkungen der zur Verfügung stehenden Strahlenqualitäten mit Gewebe im Rahmen der beiden Fachdisziplinen Medizinische Strahlenphysik und Strahlenbiologie. Zum anderen können die Teilchenstrahlen aber auch generell für Fragestellungen der Strahlenphysik herangezogen werden, wie beispielsweise zur Bestimmung verschiedener Wirkungsquerschnitte zwischen Primärstrahlung und unterschiedlichen Zielobjekten.

In Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien und der Technischen Universität Wien wurden in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt drei Professuren geschaffen. Dazu zählen die beiden Professuren „Medizinische Strahlenphysik und Onkotechnologie“ sowie „Angewandte und Translationale Strahlenbiologie“ an der Medizinischen Universität Wien. Am Atominstitut der Technischen Universität Wien wurde die Gruppe Strahlenphysik mit einer eigen Professur bereichert. Neben diesen drei Hauptnutzergruppen können auch externe Forschungsprojekte durch Gastforscher durchgeführt werden. Diese Gastforschung kann entweder in Zusammenhang mit den oben angeführten Arbeitsgruppen, oder aber als eigenständige und unabhängige Experimente nach Maßgabe freier Kapazitäten erfolgen.