FAQ zu MedAustron

Müssen Patient*innen selbst mit MedAustron Kontakt aufnehmen, oder kann das auch ein*e Angehörige*r machen?

Angehörige können zwar stellvertretend für eine Patientin bzw. einen Patienten den Kontakt mit MedAustron herstellen, die Patientin bzw. der Patient muss jedoch darüber informiert sein. Hierfür benötigen wir eine unterschriebene Einverständniserklärung der Patientin bzw. des Patienten, die Sie auf unserer Website unter »Therapieanfragen« herunterladen können.

Wie können Patient*innen und deren Angehörige mit MedAustron Kontakt aufnehmen?

Bei Fragen zu unserem Therapieangebot gibt es mehrere Möglichkeiten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Einerseits kommunizieren Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt direkt mit unseren Fachärztinnen und -ärzten. Andererseits können Sie sich als Patient*in auch selbst mit Ihrer Therapieanfrage an uns wenden. Der Kontakt kann dabei direkt über unsere Website bzw. per E-Mail an patient@medaustron.at oder per Telefon unter +43 / 2622 / 26100 – 300 erfolgen.

Welche Krebsarten können bei MedAustron behandelt werden?

Aufgrund technischer Möglichkeiten sind wir derzeit noch in der Behandlung einiger spezifischer Krankheitsbilder eingeschränkt. Mit der kontinuierlichen Erweiterung unseres Zentrums können wir jedoch auch das bei uns behandelbare Indikationsspektrum regelmäßig erweitern. Auf unserer Website unter „Indikationen“ finden Sie alle aktuellen Informationen zu den derzeit behandelbaren Krankheitsbildern. Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, so können Sie sich jederzeit gerne an unser Team wenden: patient@medaustron.at bzw. +43 2622 / 26 100 300.

Wird eine Überweisung für eine Therapie bei MedAustron benötigt?

Grundsätzlich wird keine Überweisung für die Therapie bei MedAustron benötigt. Damit jedoch der Bewilligungsantrag an die Sozialversicherung und damit der Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden kann, ist jedenfalls ein Tumorboardbeschluss erforderlich.

Für Selbstzahler gilt: auch wenn keine medizinisch gerechtfertigte Einzelbewilligung durch die Sozialversicherung besteht, so kann im internen New Patients Board von MedAustron dennoch über die Eignung zur Therapie entschieden werden.

Wie läuft der Antrag auf Behandlung ab?

Für in Österreich und in der EU sozialversicherte Patient*innen gilt: Damit der Bewilligungsantrag beim zuständigen Sozialversicherungsträger eingereicht werden kann, ist jedenfalls ein Tumorboardbeschluss erforderlich. Zusätzlich muss von der zuweisenden Ärztin bzw. vom zuweisenden Arzt ein sogenannter Arztbrief verfasst werden. Dieser enthält Ihre Krankengeschichte. Auf Basis dieser Unterlagen wird im internen MedAustron Tumorboard – dem New Patients Board – über die Eignung zur Behandlung diskutiert. Nach dieser Abklärung stellen wir bei medizinischer Zusage für Sie das Ansuchen um Bewilligung bei Ihrem Sozialversicherungsträger.

Für Patient*innen, die nicht in der EU sozialversichert sind bzw. für Selbstzahler gilt: Auf Basis Ihrer Vorbefunde wird im internen New Patients Board über die Eignung zur Behandlung mit der Ionentherapie diskutiert. Nach dieser Abklärung werden wir Ihnen bei medizinischer Zusage ein individuelles Behandlungsangebot übermitteln. Nach Unterzeichnung des Behandlungsvertrags, der unter anderem die Zahlungsmodalitäten regelt, kann Ihre Therapie bei MedAustron beginnen.

Wie lange ist die Wartezeit auf eine Behandlung?

Nachdem Sie als Patient*in für die Ionentherapie bei MedAustron akzeptiert wurden, erfolgen als weitere Schritte das Erstgespräch und die Therapieplanung, bevor die eigentliche Bestrahlungsserie startet.
Momentan liegt die Wartezeit zwischen Erstkontakt und Behandlungsbeginn in der Regel bei etwa 4 bis 6 Wochen, abhängig davon, ob alle für die Therapieplanung notwendigen Untersuchungsergebnisse vorliegen. Bei medizinisch dringlichen Fällen kann diese Zeit verkürzt werden.

Werden auch Patient*innen aus dem Ausland behandelt?

Die Kapazität von MedAustron wurde – nach umfangreichen Auswertungen der Krebserkrankungen in Österreich - für bis zu 1.000 Patient*innen pro Jahr im Vollbetrieb ausgelegt. Damit ist eine medizinische Vollversorgung für österreichische Patient*innen, die primär von der Ionentherapie profitieren, gewährleistet. Abhängig von der Auslastung des Zentrums werden auch Patient*innen aus dem Ausland behandelt.

Wie viel kostet die Behandlung?

Das kann pauschal nicht beantwortet werden, da die konkreten Kosten von mehreren Faktoren abhängen, wie beispielsweise der jeweiligen Indikation.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?

Generell gilt für in Österreich sozialversicherte Patient*innen, dass die Behandlungskosten von den Krankenkassen übernommen werden, sofern die Indikation jener Indikationsliste entspricht, die mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger festgelegt wurde. Für weitere Indikationen ist eine Einzelbewilligung erforderlich, sofern eine Behandlung bei MedAustron medizinisch gerechtfertigt werden kann.

Hilft mir eine Zusatzversicherung?

Da es unzählige Unterschiede zwischen den verschiedenen Zusatzversicherungen gibt, können wir diese Frage nicht pauschal beantworten. Wir empfehlen Ihnen diesbezüglich direkt mit Ihrer Versicherung Rücksprache zu halten.

Wie läuft der Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse ab?

Voraussetzung für den Bewilligungsantrag bei Ihrer Sozialversicherung ist, dass Ihre Therapie vom zuständigen Tumorboard als die medizinisch geeignetste Behandlungsform bewertet wurde. MedAustron stellt anschließend für Sie mithilfe dieses positiven Tumorboardbeschlusses und Ihres Arztbriefes bei Ihrem Sozialversicherungsträger den Antrag auf Kostenübernahme.

Können Patient*innen, deren Behandlungskosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden, auf eigene Kosten trotzdem bei MedAustron behandelt werden?

Sollten Sie keinen positiven Tumorboardbeschluss erhalten haben, so kann Ihr Fall dennoch im internen MedAustron Tumorboard – dem New Patients Board – vorgestellt werden. Unsere Fachärztinnen und –ärzte für Radioonkologie entscheiden basierend auf Ihren bereits vorhandenen Vorbefunden über die Eignung zur Behandlung mit der Ionentherapie. Bei medizinischer Zusage werden wir Ihnen ein individuelles Behandlungsangebot übermitteln. Nach Unterzeichnung des Behandlungsvertrags kann Ihre Therapie bei MedAustron beginnen.

Wenn ich die Behandlungskosten selbst bezahle, muss ich dann alles im Voraus bezahlen?

Für Patient*innen, die in Österreich wohnhaft sind, gilt, dass eine Anzahlung von 20% der Behandlungskosten vor Behandlungsbeginn zu entrichten ist.

Für Patient*innen, die außerhalb der EU wohnhaft sind, gilt, dass eine Anzahlung von 50% der Behandlungskosten vor Behandlungsbeginn zu entrichten ist.

Wo kann ich während der Behandlung wohnen?

Für in Österreich sozialversicherte Patient*innen, deren Behandlungskosten von der Sozialversicherung übernommen werden, gilt: je nach Distanz zu Ihrem Wohnort wird Ihnen eine Unterkunft in der Nähe von MedAustron zur Verfügung gestellt. Sie zahlen dafür lediglich einen Selbstbehalt. Ihr Patient Care Koordinator wird sich bei Ihrem Erstgespräch mit Ihnen in Verbindung setzen und Sie in allen Belangen betreffend Unterkunft und Transport unterstützen.
Achtung: Sollten Sie die Ihnen zur Verfügung gestellte Unterkunft nicht in Anspruch nehmen wollen, so müssen Sie die Kosten für Ihre privat organisierte Unterkunft zur Gänze selbst tragen.

Für Patient*innen, die nicht in Österreich sozialversichert sind bzw. für Selbstzahler gilt: MedAustron hat in Kooperation mit den Wiener Alpen besonders geeignete Beherbergungsbetriebe in der Nähe unseres Zentrums ausgewählt, die spezielle Preise für unsere Patient*innen anbieten. Diese Unterkünfte umfassen Privatzimmer, Hotels, Kurhotels, Pensionen, Apartments und Ferienhäuser in Wiener Neustadt und Umgebung, Baden und Wien. Sollten Sie Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Unterkunft benötigen, so ist Ihnen Ihr Patient Care Koordinator gerne behilflich.

Muss ich mich selbst um eine Unterkunft für die Dauer der Behandlung kümmern?

Für in Österreich sozialversicherte Patient*innen, deren Behandlungskosten von der Sozialversicherung übernommen werden, gilt: wenn Sie die Ihnen zur Verfügung gestellte Unterkunft in Anspruch nehmen, so erfolgt die Buchung direkt über MedAustron.

Für alle anderen Patient*innen gilt: sowohl wir, als auch die Kolleg*innen der Wiener Alpen und des kostenpflichtigen MATS-Services unterstützen Sie sehr gerne bei der Suche nach einer für Sie passenden Unterkunft. Die Buchung müssen Sie in diesem Fall jedoch selbst übernehmen.

Kann ich selbst eine Unterkunft buchen und nur den Selbstbehalt bezahlen?

Für in Österreich sozialversicherte Patient*innen, deren Behandlungskosten von der Sozialversicherung übernommen werden, gilt: MedAustron hat bestimmte Vertragspartner, in deren Häusern Ihnen eine Unterkunft in der Nähe von MedAustron zur Verfügung gestellt wird. Für den Aufenthalt in diesen Unterkünften fällt für Sie lediglich ein Selbstbehalt an.
Sollten Sie die Ihnen zur Verfügung gestellte Unterkunft nicht in Anspruch nehmen wollen, so müssen Sie die Kosten für Ihre privat organisierte Unterkunft zur Gänze selbst tragen.

Für Patient*innen, die nicht in Österreich sozialversichert sind bzw. für Selbstzahler gilt: Für Patient*innen aus dem EU-Ausland gelten die Bestimmungen des jeweiligen Sozialversicherungsträgers. Generell müssen Sie die Kosten für Ihre Unterkunft jedoch selbst tragen.

Welche Transportoptionen zu/von MedAustron gibt es?

Einen Anfahrtsplan zu MedAustron finden Sie auf unserer Website unter „Kontakt“. Öffentlich können Sie MedAustron mit einer Kombination aus Zug und Bus, oder mittels Schnellbahn aus Wien erreichen. Wir kooperieren darüber hinaus mit Taxi- und Mietwagenunternehmen, bei denen Sie von unseren speziellen Partnerkonditionen profitieren. Sollten Sie mit einem privaten PKW zu MedAustron kommen, so steht Ihnen ein kostenfreier Parkplatz direkt beim Zentrum zur Verfügung.

Muss ich meine Transportkosten zu/von MedAustron selbst bezahlen?

Für in Österreich und der EU sozialversicherte Patient*innen, deren Behandlungskosten von der Sozialversicherung übernommen werden, gilt: ist die tägliche Anreise zu MedAustron aufgrund der Distanz zu Ihrem Wohnort unzumutbar, so rechnet der Fahrtendienst direkt mit Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger ab. Grundlage hierfür ist, dass ihr Transportschein vor Antritt der Therapie von Ihrer Sozialversicherung bewilligt wurde.
Ist die tägliche Anreise zumutbar, dann werden Ihnen die Transportkosten vom jeweiligen Fahrtendienst direkt in Rechnung gestellt. Um diese Kosten von Ihrem Sozialversicherungsträger erstattet zu bekommen, müssen Sie Rechnung, Zahlungsnachweis sowie den von uns ausgestellten Transportkostenschein einreichen.

Für Patient*innen, die nicht in Österreich bzw. der EU sozialversichert sind bzw. für Selbstzahler gilt: Sie müssen die Transportkosten zu und von MedAustron selbst tragen.

Stellt MedAustron Transportscheine aus?

Sofern ein Krankentransport medizinisch notwendig ist, stellt Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin einen Transportkostenschein aus.

Ich bin Patient*in aus dem Ausland. Kann ich schon für den letzten Tag meiner Bestrahlung meinen Rückflug buchen?

Da sich Ihr geplantes Behandlungsende durch mehrere Faktoren verzögern könnte – beispielsweise durch Ausfälle, Verspätungen, Absagen oder Krankheit – empfehlen wir generell, einen Puffer von mindestens 3 Tagen zwischen Behandlungsende und Rückflug einzuplanen. Generell gilt, dies mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Was muss ich zum ersten Termin mitbringen?

Bitte nehmen Sie für Ihren ersten Termin bei MedAustron folgendes mit:

  • (Vor-) Befunde
  • Vorhandene CT-/MR-Bilder
  • Lichtbildausweis
  • E-Card
  • sofern vorhanden: Implantat-Ausweis

Für die täglichen Bestrahlungstermine benötigen Sie dann lediglich Ihre E-Card, sowie das Patientenarmband, welches Sie am Beginn Ihrer Therapie von uns bekommen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Dauer einer einzelnen Bestrahlung (Fraktion) ist – wie auch die Dauer der Gesamtbehandlung – von Größe und Lage des Tumors abhängig. Die Mehrzahl der Patient*innen benötigt für die Behandlung insgesamt 30 Minuten im Behandlungsraum. Eine tägliche Bestrahlungseinheit kann jedoch bis zu 60 Minuten dauern. Je nachdem, wie viele Fraktionen erforderlich sind, um die gesamte berechnete Dosis zu applizieren, dauert die gesamte Behandlung zwischen einer und neun Wochen.

Wie oft muss ich zur Behandlung kommen?

Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Größe und Lage Ihres Tumors. Um die gesamte erforderliche Strahlungsdosis – aufgeteilt auf einzelne Fraktionen - zu applizieren, können zwischen einer und neun Wochen notwendig sein. Die Dauer Ihrer eigenen Strahlentherapie erfahren Sie im Zuge des Erstgesprächs bzw. der Therapieplanung.

Werde ich den Strahl spüren?

Der Strahl selbst ist unsichtbar, geruchs- und geräuschlos und man spürt ihn auch nicht. In einigen Patient*innen kann er jedoch einen „metallischen“ Geruch- oder Geschmack erzeugen.

Werde ich alleine im Behandlungsraum sein?

Patient*innen sind nur für die tatsächliche Bestrahlung alleine im Behandlungsraum. Sie werden von medizinischem Personal – unseren Radiologietechnolog*innen (RT) – in den Bestrahlungsraum gebracht. Sind dort alle Vorbereitungen abgeschlossen, begibt sich die oder der RT in einen Kontrollraum außerhalb des Bestrahlungsraumes. Von dort aus können der Raum selbst sowie alle Systeme überwacht und im Bedarfsfall rasch interveniert werden.

Wie wird es mir während der Therapie gehen? Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?

Im Vergleich zur herkömmlichen Strahlentherapie kommt es bei der Ionentherapie generell zu weit weniger Nebenwirkungen. Dennoch können auch bei dieser Therapieform mit der Zeit Beschwerden auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um für eine Strahlentherapie typische Nebenwirkungen, die sehr stark davon abhängen, welche Körperregion bestrahlt wird. Mögliche Nebenwirkungen sind etwa Müdigkeit, Abgeschlagenheit, lokale Hautveränderungen und Schleimhautreizungen.
Akute Nebenwirkungen bilden sich meist innerhalb weniger Wochen zurück, sollten aber in jedem Fall immer mit Ihrer Radioonkologin bzw. Ihrem Radioonkologen abgeklärt werden.

Ist für die Behandlung eine Narkose notwendig?

In der Regel sind die Patient*innen während der Behandlung bei vollem Bewusstsein. Anästhesie ist aber bei kleinen Kindern zur Ruhigstellung und exakten Positionierung oft erforderlich.

Muss ich vor der Immobilisierung, CT- oder MR-Untersuchung nüchtern sein?

Bitte halten Sie diesbezüglich direkt mit Ihrer Radioonkologin bzw. Ihrem Radioonkologen Rücksprache.

Darf ich während der Behandlung selbst mit dem Auto fahren?

Die Verkehrstüchtigkeit kann gelegentlich durch die Erkrankung bzw. die Strahlentherapie beeinträchtigt werden. Bitte klären Sie diese Frage daher direkt mit Ihrer Radioonkologin bzw. Ihrem Radioonkologen.

Darf ich während der Behandlung meine Haare waschen?

Sollten Sie im Kopf- oder Halsbereich bestrahlt werden, so können milde (Baby-)Shampoos verwendet werden. Bitte halten Sie in so einem Fall jedoch direkt mit Ihrer Radioonkologin bzw. Ihrem Radioonkologen Rücksprache.

Was passiert, wenn ich meine E-Card vergessen habe?

Grundsätzlich sollten Sie zu jedem Bestrahlungstermin Ihre E-Card mitbringen. Sollten Sie sie jedoch einmal vergessen, so können wir dies einmalig akzeptieren.

Wird eine abgesagte Behandlung nachgeholt?

Falls eine Bestrahlung abgesagt werden muss, so wird die geplante Behandlungszeit in jedem Fall um die entfallene Behandlung verlängert. Geplante Tage, an denen keine Behandlungen stattfinden können (z.B. aufgrund von Wartungsarbeiten) werden schon bei der Therapieplanung berücksichtigt und in die Behandlungsdauer eingeplant.

Können meine Wünsche bei der Vergabe der Bestrahlungstermine berücksichtigt werden?

Die einzelnen Bestrahlungssitzungen werden von unseren Radiotechnolog*innen nach Verfügbarkeit der Behandlungsräume und -zeiten festgelegt. Sollten Sie diesbezüglich Wünsche haben, so wird unser Team versuchen, Ihnen bei der Einteilung so gut wie möglich entgegenzukommen.

Warum kann es bei der Bestrahlung zu Verzögerungen kommen?

Hinter der Strahlentherapie, und speziell hinter der Ionentherapie, steckt eine sehr komplexe Technologie, viele Arbeitsschritte und Sicherheitsmechanismen sorgen dafür, dass die Behandlung für Sie als Patient*in sicher stattfinden kann. Schon die geringste Abweichung hat aufwändige Sicherheitstests zur Folge, die wiederum zu Verzögerungen der geplanten Bestrahlungszeiten führen können. Erst wenn alle Rahmenbedingungen zu 100% passen, kann die Bestrahlung beginnen. Ihre Sicherheit und Gesundheit ist unser oberstes Gebot. Daher bitten wir Sie um Verständnis, falls Ihre Bestrahlung von einer Verzögerung betroffen ist.

Warum kommt ein*e andere*r Patient*in vor mir dran, obwohl ich schon länger warte?

Gelegentlich kann es vorkommen, dass andere Patient*innen vor Ihnen zur Therapie gebeten werden, obwohl Sie schon länger im Wartebereich warten. Dies kann aus verschiedenen Gründen passieren. Häufig liegt es an unserer Raumaufteilung: Patient*innen können derzeit in zwei Behandlungsräumen bestrahlt werden. Diese Räume können zum einen nicht parallel bedient werden, zum anderen weisen sie unterschiedliche Funktionalitäten auf.

Was ist zu tun, wenn ich einen MR-Termin nicht rechtzeitig vor dem nächsten Nachsorgetermin bei MedAustron bekomme?

Bitte halten Sie in diesem Fall direkt mit Ihrer Radioonkologin bzw. Ihrem Radioonkologen Rücksprache.

Wie alt darf ein Blutbefund sein?

Im Normalfall darf der Blutbefund 4 bis 8 Wochen alt sein. Halten Sie im Zweifelsfall bitte direkt mit Ihrer Radioonkologin bzw. Ihrem Radioonkologen Rücksprache.

Woraus warden die Teilchen gewonnen?

Die bei MedAustron benutzten Teilchen (Protonen und Kohlenstoffionen) sind entweder Kerne des Wasserstoffatoms (die aus nur einem einzigen Proton besteht) oder schwere Kohlenstoffionen (die im Kern aus 6 Protonen und 6 Neutronen bestehen). Um nun die Wasserstoff- oder Kohlenstoffionen zu erzeugen, muss die Elektronenhülle der Teilchen entfernt werden (Ionisation). Ausgangsmaterial ist entweder Kohlendioxid CO2 oder Wasserstoffgas H2. Das Gas wird auf extrem hohe Temperaturen erhitzt. Dadurch stoßen die Atome mit sehr hoher Geschwindigkeit immer wieder aneinander und streifen dadurch die Elektronen aus der Hülle ab. Diesen Zustand des Gases nennt man auch Plasma. Durch elektrische Felder können die positiv geladenen Ionen von den negativ geladenen Elektronen getrennt werden und dann in den nächsten Stufen der Beschleunigerkette beschleunigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Protonen und Kohlenstoffionen?

Protonen werden aus Wasserstoffgas H2 gewonnen, Kohlenstoffionen aus Kohlendioxid CO2. Die physikalischen Eigenschaften von Protonen und Kohlenstoffionen sind ähnlich, doch weisen die Kohlenstoffionen eine deutlich höhere, sog. „biologische Wirksamkeit“ auf.

Ist die Ionentherapie für jede Krebsart geeignet?

Von der Ionentherapie profitieren Patient*innen mit lokalisierten bösartigen Tumoren - insbesondere in jenen Fällen, wo sich der Tumor in der Nähe von Risikoorganen (wie z.B. dem Hirnstamm oder dem Sehnerv) gebildet hat oder nicht mit den Methoden der konventionellen Strahlentherapie mit einer ausreichend hohen Dosis behandelt werden kann. Hier bietet die Ionentherapie gegenüber der herkömmlichen Strahlentherapie deutliche Vorteile. Eine Behandlung mit der Ionentherapie ist mit Ausnahmen nicht sinnvoll, wenn sich bereits Absiedelungen („Metastasen“) gebildet haben.

Warum werden nicht alle Patient*innen mit der Ionentherapie anstelle der herkömmlichen Strahlentherapie behandelt?

Nicht in allen Fällen ist die Behandlung mittels Ionentherapie notwendig bzw. profitieren die Patient*innen von dieser Form der Bestrahlung.

Kann man bei MedAustron ausschließlich Krebs oder auch andere Krankheiten behandeln?

Die Ionentherapie wird bei MedAustron zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Ionentherapie ist ebenfalls oft indiziert bei benignen (gutartigen), aber lokal aggressiven Tumoren.

Kann Krebs mit der Ionentherapie geheilt werden?

Lokale Tumorkontrolle ist Voraussetzung für eine Heilung. Bei den Indikationen, die bei MedAustron behandelt werden, steigen die Chancen der lokalen Tumorkontrolle, wenn höhere Strahlendosen benutzt werden. Bei strahlenresistenten Tumoren oder jenen, die in schwierig zu behandelnden anatomischen Lagen sind, können die Erfolgschancen mit der Ionentherapie deutlich verbessert werden. Wenn gleiche Strahlendosen wie bei konventioneller Bestrahlung benutzt werden ist das Ziel die Reduktion der Nebenwirkungen.

Wie bewerbe ich mich bei MedAustron?

Lassen Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen einfach über unser Online-Bewerbungstool zukommen. Bewerben Sie sich bitte mit einem Klick auf »Bewerben« im ausgewählten Inserat.

Welche Unterlagen sollte meine Bewerbung enthalten?

Um Ihre Bewerbung umfassend bearbeiten zu können, stellen Sie uns bitte folgende Unterlagen zur Verfügung:

  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben: Warum wollen Sie bei MedAustron arbeiten, und warum sind genau Sie die richtige Person für diese Stelle?
  • Ausbildungs- und Dienstzeugnisse: Bitte fassen Sie nach Möglichkeit Ihre Zeugnisse in einer einzigen, übersichtlich gestalteten Datei zusammen und laden Sie die Dokumente als Word oder PDF hoch.

Bitte erstellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in jener Sprache, in welcher das Inserat verfasst wurde.

Wer ist meine Ansprechperson im Recruiting?

Fragen zu den offenen Stellen oder Ihrer Bewerbung beantwortet gerne Fr. Sophie Schimpl, BA unter 02622/26100-154.

Kann ich mich initiativ bewerben?

Sie können Ihre Initiativbewerbung jederzeit über die Stellenausschreibung »Initiativbewerbungen« auf unserem Online-Bewerbungstool hochladen. Bitte nennen Sie den Teilbereich, für welchen Sie sich bewerben, Ihre bevorzugten Arbeitszeiten sowie das mögliche Startdatum. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und halten diese gerne in Evidenz.

Bietet MedAustron Praktika an?

Ja, bei MedAustron gibt es die Möglichkeit, Praktika im technischen und administrativen Bereich zu machen. Bei Interesse bewerben Sie sich bitte mit Lebenslauf und Motivationsschreiben über unser Online-Bewerbungstool. Bitte machen Sie auch Angaben zu dem Bereich, in welchem Sie ein Praktikum machen möchten, sowie zum Zeitraum, in welchem Sie es absolvieren können.

Kann ich bei MedAustron auch eine Lehre absolvieren?

Derzeit bilden wir bei MedAustron keine Lehrlinge aus.

Was passiert nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt habe?

Sie bekommen von uns nach Erhalt Ihrer Bewerbung eine Empfangsbestätigung per E-Mail. Wir lesen Ihre Bewerbung sorgfältig und gleichen diese mit der Stellenanforderung ab. Passt Ihr Profil auf die ausgeschriebene Stelle, laden wir Sie zu einem Vorstellungsgespräch (persönlich oder über Skype) ein, an dem Kolleginnen und Kollegen aus der jeweiligen Fachabteilung sowie von Human Resources teilnehmen werden. Inhalte des Bewerbungsgespräches sind unter anderem Ihr Lebenslauf, fachliche Fragen bezogen auf die Position und Ihre Motivation, sich für die ausgeschriebene Stelle zu bewerben. Sollte Ihr Profil nicht den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle entsprechen, werden wir Ihnen selbstverständlich ein entsprechendes Feedback geben.

Wie kann ich meine Bewerbung zurückziehen?

Sie können Ihre Bewerbung jederzeit in Ihrem Profil und dem jeweiligen Job durch Klick auf »Zurückziehen« zurückziehen. Möchten Sie Ihr gesamtes Profil löschen, so wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechperson im Recruiting“.

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